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09.10. - 11.10.2020 - drittes H0m Rheinland Treffen in Engelskirchen-Osberghausen

 

Zur Einstimmung auf den Bericht hier schon einmal ein paar Bilder,

die Lust auf ein Treffen erzeugen können

 

Aufgrund der gegenwärtig andauernden Situation und der dadurch bedingten zwangsläufigen Absage der überregionalen Treffen, hatte sich eine kleine Schar aus dem Dunstkreis der rheinischen H0m – Fraktion unter der Federführung von J. Piffka überlegt, ob es nicht möglich ist, mit einem überschaubaren regionalen Teilnehmerkreis und unter strikter Einhaltung der Vorgaben und der Auflagen der regionalen Administration möglich ist, ein kleines H0m-Treffen mit max. 10 Teilnehmern zu organisieren bzw. durchzuführen.

Nachdem uns eine 250qm große Sporthalle in Engelskirchen - Osberghausen zur Verfügung stand, das eingereichte Hygienekonzept vom Vorstand genehmigt wurde und auch das zuständige Ordnungsamt keine Einwände hatte, konnte das geplante H0m-Treffen in der Zeit vom 09.-11.10.2020 durchgeführt werden.

Der Aufbau erfolgte am Freitagnachmittag durch 6 Teilnehmer und war aufgrund von zwei kleineren Beanstandungen, die aber behoben werden mussten, gegen 21:00 abgeschlossen.

Das geplante und realisierte H0m – Schmalspur-Arrangement, das insgesamt 53 Module umfasste, wurde über den Übergabebahnhof Katterbach an ein Regelspur-Arrangement, das 23 Module umfasste, angeschlossen. Vom Schattenbahnhof Honrath führte die Regelspur in einer weiten Rechtskurve über den Haltepunkt Hasselbäch an der Tonverladung Kannebecker vorbei, um dann in einer weiteren Rechtskurve in einem langen und geraden Streckenteil im Übergabebahnhof Katterbach zu enden. Die Tonverladung Kannebecker wurde vom Schattenbahnhof aus bedient.

Durch den zwischenzeitlich fast abgeschlossenen Umbau des Übergabebahnhofes Katterbach wurde die Aufnahmekapazität des Übergabebahnhofes deutlich verbessert und ermöglichte umfangreichere Betriebsbewegungen sowohl im H0m-Schmalspur- als auch im Regelspurbereich. Dadurch konnte bei der Fahrplangestaltung eine wesentlich optimalere und auch dichtere Umsetzung der Betriebsabläufe vorgesehen werden. Und es bleibt als Fazit der Session festzuhalten, dass die durchgeführten baulichen Änderungen den gestellten Anforderungen umfänglich gerecht wurden und es zu keiner Zeit zu irgend-welchen betriebsbedingten Engpässen bzw. Knotenbildungen kam.

Im Personenverkehr wurde Katterbach im Fahrplanverlauf durch je eine Ferkeltaxe BR 172 und einen lokbespannten Personenzug (ein Doppelstockwagen als Steuerwagen, ein Gepäckwagen, BR 110) bedient.

Der Personenzug führte auch am frühen Morgen zwei Stückgutwagen mit, die tagsüber im Stückgutverteilerzentrum Katterbach ausgestellt wurden. Das mitgeführte Stückgut wurde dann in insgesamt vier Schmalspurgüterwagen umgeladen, die fahrplanmäßig an den vorgesehenen Entladestellen im H0m-Arrangement am Vormittag ausgestellt und am späten Nachmittag wieder nach den Fahrplanvorgaben eingestellt wurden.

Mit dem abendlichen Personenzug wurden die Stückgutwagen dann wieder zum Schattenbahnhof Honrath zurückgeführt.

Als Besonderheit ist hier anzuführen, dass der erste morgendliche Personenzug zusätzlich einen offenen Güterwagen, der mit einer Vielzahl voller Milchkannen beladen war, auf dem Weg von Katterbach nach Honrath mitführte.

Die vollen Milchkannen mit frischer Milch, die an den verschiedenen Bahnhöfen und Haltepunkten der Schmalspurstrecke durch einen frühmorgentlichen PmM (Personenzug mit Milchbeförderung) fahrplanmäßig eingesammelt und im H0m-Endbahnhof Katterbach dann auf den offenen Regelspurwagen umgeladen wurden, um dann zur Molkerei über den Schattenbahnhof Honrath befördert zu werden. Der lokbespannte Personenzug, der nachmittags von Schattenbahnhof Honrath nach Katterbach fuhr, brachte dann die leeren Milchkannen in einem offenen Güterwagen mit.

Diese wurden dann nach dem Umladen in einen offenen Schmalspurgüterwagen wieder mit einem PmM, in dem der Güterwagen eingestellt wurde, von Katterbach nach den Fahrplanvorgaben auf dem gesamten Schmalspurstreckennetz verteilte. Der offene Regelspur- Güterwagen wurde über Nacht in Katterbach abgestellt.

Das geplante Güterverkehrsaufkommen mit Regelspurgüterwagen wurde durch mehrere Nahgüterzüge von und nach Honrath sichergestellt, die in der Regel zwischen 5 und 7 Güterwagen mitführten.

Das Auf -und Abrollen der Regelspurgüterwagen auf die eingesetzten Rollwagen erfolgte mit der in Katterbach ortsansässigen DR – BR106 und wurde durch das eingesetzte Personal, das den fahrplanmäßigen Rollwagenzugdienst ableistete, durchgeführt.

Die Schmalspurstrecke führte von Katterbach über den Haltepunkt Straßburgerhof, vorbei am Abzweig Osenau, der Tonverladung Hebborn zum Bahnhof Berndorf, der als Spitzkehrenbahnhof eingesetzt war. Da der Bahnhof Berndorf nur mit überschaubaren Gleislängen und ausgestattet ist, waren die Vorgaben des jeweiligen Fahrplans und der max. Wagenzusammenstellung einzuhalten, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

Nach dem Umsetzen bzw. dem Fahrtrichtungswechsel ging es von Berndorf dann wieder an der Tonverladung Hebborn, die tagsüber mehrfach durch Rollwagen bedient wurde, über den Abzweig Osenau auf den Streckenast in Richtung zum Bahnhof Hasselfelde. Auf diesem Ast führte die Strecke zuerst am Haltepunkt Birkenmoor, dann am Haltepunkt ELMO (incl. Anschluss.) vorbei, um dann nach dem Passieren des Anschlusses der Papierfabrik den Bahnhof Insfeld zu erreichen.

Vom Bahnhof Insfeld aus erfolgte die Bedienung der Papierfabrik und ELMO ausschließlich durch Rollwagen. Die Strecke führte dann vom Bahnhof Insfeld über den Haltepunkt Kennzenich zum Bahnhof Klein -Muckern und dann weiter zum Endbahnhof Hasselfelde. In Klein Muckern war eine Holzverladung angesiedelt, die durch Schmalspur-Güterwagen bedient wurde.

Neben dem umfangreichen Rollwagenverkehr wurden die angeforderten Güter im Binnenverkehr durch reine Schmalspurgüterzüge transportiert; Stückgutwagen wurden morgens und abends in Personenzügen mitgeführt, die das gesamte H0m-Streckennetz befuhren.

Das Aus- bzw. Einstellen der Rollwagen und der Schmalspurgüterwagen erfolgte in Berndorf, Insfeld, Klein-Muckern als auch Hasselfelde durch das eingesetzte Zugpersonal nach den Vorgaben des jeweiligen Fahrplanes. In der Regel standen keine zusätzlichen Ortsloks zur Durchführung der Rangieraufgaben zur Verfügung

Insgesamt wurde ein kompletter Fahrplanumlauf, der mit den 38 einzelnen Fahrplänen genau 50 abzuarbeitende Zugleistungen auf der Regel – und Schmalspurstrecke umfasste, während der insgesamt 4,5 Fahrplanumläufe durch 5-7 Mitspieler bewerkstelligt; in allen Fahrplanumläufen war zudem ein Fahrdienstleiter eingesetzt. Die Kommunikation zwischen Lokpersonal und Fahrdienstleiter erfolgte über zugewiesene mobile Telefone, die entsprechend der Hygienevorgaben behandelt wurden.

Es bleibt anzumerken, dass es trotz der geringen Anzahl von Mitspielern in den vorgesehenen Fahrplanumläufen zu keinen Zugausfälle gekommen ist und insgesamt nur sehr, sehr wenige Verspätungen zu verzeichnen waren. Ebenso gab es kaum technische Störungen im gesamten Arrangement, die aber allesamt sehr schnell behoben werden konnten und keine Auswirkungen auf den Gesamtablauf hatten.

Neben den gemeldeten Teilnehmern waren insgesamt 3 angemeldete Gäste zu unterschiedlichen Zeiten anwesend. Dazu zählte auch der Leiter des zuständigen Ordnungsamtes, der sich persönlich am Samstagnachmittag einen Eindruck von der Veranstaltung machte. Nach dem Abbau haben alle Beteiligten die Halle am Sonntagabend mit einem beseelten Lächeln verlassen und waren sich einig, dass es eine Wiederholung in 2021 geben sollte.

Markus Monzel


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